Die meisten Menschen behandeln Monitore als Einweggeräte. Sie wollen etwas Funktionales, ohne tief darüber nachzudenken. Wenn Sie jedoch ernsthaft von zu Hause aus arbeiten oder spielen, lohnt sich die Investition in einen guten Monitor. Die Optionen sind verwirrend: Legen Sie Wert auf Anschlüsse, Größe, intelligente Funktionen oder die neueste OLED-Technologie? Es ist nicht klug, sich das neueste Modell zu gönnen, bis man weiß, was man eigentlich braucht.

Wenn Sie von einem zehn Jahre alten 1080p-Bildschirm aufrüsten, ist das Dell 27 Plus 4K ein solider Ausgangspunkt. Es ist scharf, hat präzise Farben und ist überraschend erschwinglich. Aber wenn Sie sich umschauen möchten, finden Sie hier eine Aufschlüsselung dessen, worauf es ankommt.

Panel-Typen verstehen

Monitore lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen: LED, OLED und Mini-LED. Jedes hat seine Vor- und Nachteile.

LED (Leuchtdiode): Immer noch die gebräuchlichste und kostengünstigste Option. Die LED-Hintergrundbeleuchtung ist nicht die hellste oder farbgenaueste, aber allgemein zugänglich. Bei LEDs ist IPS (In-Plane Switching) mittlerweile Standard und bietet eine gute Farbwiedergabe. VA (Vertical Alignment) erscheint in einigen günstigeren Creator-Monitoren, während TN (Twisted Nematic) in Gaming-Modellen der unteren Preisklasse zu finden ist. Neuere IPS-Varianten wie „IPS Black“ verbessern die Kontrastverhältnisse und erreichen mit „Enhanced IPS Black“ manchmal 2.000:1 oder sogar 3.000:1. LGs Nano IPS steigert die Farbgenauigkeit zusätzlich.

OLED (Organic Light-Emitting Diode): OLED war früher auf Fernseher und Smartphones beschränkt, ist heute jedoch eine High-End-Monitoroption. Im Gegensatz zu LED verwendet OLED einzeln hinterleuchtete Pixel, die ein- oder vollständig ausgeschaltet werden können, was zu einem „unendlichen“ Kontrast führt. Die W-OLED-Panels von LG und die QD-OLED-Panels von Samsung erreichen in HDR typischerweise einen Spitzenwert von etwa 1.000 Nits. OLED zeichnet sich zwar durch Kontrast und Betrachtungswinkel aus, die SDR-Helligkeit kann jedoch geringer sein, was relevant ist, da es sich bei den meisten Anwendungsfällen nicht um HDR handelt. Die Preise sind deutlich gesunken und Modelle sind jetzt bereits für 500 US-Dollar erhältlich. Früher war das Einbrennrisiko ein großes Problem, aber moderne OLED-Monitore mildern dieses Problem durch Pixelaktualisierungen, Verschiebungen und längere Garantien.

Mini-LED: Mini-LED ist ein Hybrid aus LED und OLED und nutzt zahlreiche Dimmzonen, um Kontrast und Helligkeit zu verbessern. Je mehr Dimmzonen, desto besser. Einige Mini-LED-Displays können in der Helligkeit OLED übertreffen, die Qualität schwankt jedoch drastisch. Das Pro Display XDR von Apple zeigt, dass die Feinabstimmung der Dimmalgorithmen genauso wichtig ist wie die Anzahl der Zonen. Mini-LED bleibt eine praktikable Option, insbesondere für diejenigen, die Wert auf Helligkeit und Einbrennfestigkeit legen.

Größe, Auflösung und Seitenverhältnis

Monitore gibt es mittlerweile in experimentellen Formen und Größen. Standard-Seitenverhältnisse sind 16:9 (von 25 bis 43 Zoll), aber Ultrawide (21:9) und Super-Ultrawide (32:9) sind beliebt, insbesondere für Spiele und Multitasking. Größere Bildschirme erfordern größere Schreibtische.

  • Auflösung ist wichtig. 1080p sieht auf größeren Bildschirmen pixelig aus. 1440p (2,5K) oder 4K (3840 x 2160) sorgen für schärfere Bilder. Für Fernarbeit und Inhaltserstellung sollten Sie für langfristigen Komfort mindestens 100 ppi (Pixel pro Zoll) anstreben. 4K-27-Zoll-Monitore kosten jetzt unter 300 US-Dollar.

  • Gaming hat Priorität. Eine hohe Auflösung ist nicht sinnvoll, wenn Ihr PC keine hohen Bildraten liefern kann.

Aktualisierungsrate und Reaktionszeit

  • Bildwiederholfrequenz (Hz) bestimmt, wie flüssig Bewegungen auf dem Bildschirm angezeigt werden. 60 Hz waren Standard, aber höhere Raten (120 Hz, 144 Hz, 240 Hz) verbessern die Laufruhe, insbesondere in Spielen. Alles über 240 Hz ist hauptsächlich für den E-Sport-Wettbewerb gedacht.

  • Reaktionszeit (ms) misst, wie schnell Pixel ihre Farbe ändern. Schnellere Reaktionszeiten reduzieren Geisterbilder und Unschärfe. OLED hat deutlich schnellere Reaktionszeiten als LED. Monitorhersteller übertreiben oft ihre Behauptungen, aber OLED ist immer noch ein großer Fortschritt.

  • Eingabeverzögerung ist die Verzögerung zwischen Ihrer Eingabe (Mausklick, Tastendruck) und der Aktion auf dem Bildschirm. Es wird sowohl von Ihrem PC als auch vom Monitor beeinflusst.

Anschlüsse und Einstellbarkeit

  • Verstellbarkeit: Höhe, Schwenkung, Neigung und Drehung sind entscheidend für die Ergonomie. Priorisieren Sie die Höhenverstellung, um eine gesunde Körperhaltung beizubehalten.

  • Anschlüsse: HDMI und DisplayPort sind Standard. HDMI 2.1 und DisplayPort 2.1 sind die neuesten Versionen. USB-Hubs (einschließlich USB-A, Ethernet und Power Delivery) werden immer häufiger eingesetzt. Mit KVM-Switches können Sie einen Monitor zwischen mehreren PCs teilen.

Die Auswahl eines Monitors erfordert sorgfältige Überlegung. Geben Sie nicht zu viel für Funktionen aus, die Sie nicht benötigen. Der beste Monitor für Sie hängt von Ihrem Budget, Ihrer Nutzung und Ihren Prioritäten ab.

Letztendlich verbessert ein gut ausgewählter Monitor Ihren Arbeitsablauf, Ihr Spielerlebnis und Ihren allgemeinen Komfort. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Optionen zu prüfen, und scheuen Sie sich nicht vor einem Upgrade, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist.