Ferrari ist bereit, mit dem Luce, seinem ersten vollelektrischen Auto, das in Zusammenarbeit mit LoveFrom, dem Unternehmen unter der Leitung von Jony Ive, dem ehemaligen Designchef von Apple, entwickelt wurde, einen dramatischen Einstieg in den Markt für Elektrofahrzeuge zu wagen. Obwohl die Ambitionen zu Elektrofahrzeugen zunächst zurückgefahren wurden, markiert die Enthüllung des Innenraums des Luce einen entscheidenden Moment für den italienischen Autohersteller.

Eine neue Ära für Ferrari

CEO Benedetto Vigna enthüllte das Interieur des Luce bei einer Veranstaltung in San Francisco und betonte damit einen Richtungswechsel. Das Fahrzeug mit dem früheren Spitznamen „Elettrica“ wurde in „Luce“ – italienisch für „Licht“ – umbenannt, um Ferraris Fokus auf Design und Erlebnis und nicht nur auf den elektrischen Antriebsstrang zu unterstreichen. Diese Umbenennung ist ein bewusster Schritt, um die Identität der Marke über die Elektrifizierung hinaus aufrechtzuerhalten.

Taktile Exzellenz: Im Inneren der Luce

Der von Ives Team gestaltete Innenraum legt Wert auf physische Bedienelemente und hochwertige Materialien. Das Cockpit verfügt über Komponenten aus Glas und gebürstetem Aluminium, darunter ein Lenkrad mit taktilen Tasten, ein Display in der Mitte des Armaturenbretts und einen Schalthebel aus Glas.
Ferrari zeigte die Innenelemente absichtlich körperlos – Lenkräder, demontierte Lüftungsschlitze und einzelne Sitze –, um die obsessive Liebe zum Detail in jedem Stück hervorzuheben.

„Autos sind sehr kompliziert“, kommentierte Ive, „aber ich hoffe, dass deutlich und deutlich wird, wie viel Sorgfalt in jedes kleine Teil geflossen ist.“

Premium-Materialien und fortschrittliche Technologie

Das Design lehnt sich stark an Ives charakteristischen Stil an, was sich in den abgerundeten Ecken, Glasknöpfen, die an die Apple Watch erinnern, und einem iPad-ähnlichen zentralen Bedienfeld zeigt. Ferrari arbeitet für Glaskomponenten mit Corning zusammen und nutzt Gorilla Glass für Haltbarkeit und Sicherheit. Samsung liefert die OLED-Bildschirme, einschließlich des Binnacle-Displays, auf dem analoge Nadeln in einem schwarzen Hohlraum schweben, wenn das Auto ausgeschaltet ist.

Ein weiteres herausragendes Merkmal ist der Schlüsselanhänger, der einem Miniatur-iPhone mit einer Glasrückseite und einem von gelber E-Tinte beleuchteten Ferrari-Logo ähnelt. Der Schlüsselanhänger aktiviert das Auto mit einem Magnetverschluss und aktiviert die Innenbeleuchtung und die Zifferblätter.

Eine bewusste Designphilosophie

Laut Ive liegt der Schwerpunkt auf physischen Tasten, damit sich der Fahrer auf die Straße konzentrieren kann. Ferrari-Mitarbeiter betonten immer wieder die Verwendung von ausschließlich Aluminium, Glas oder Leder und möglichst wenig Kunststoff. Das taktile Erlebnis steht im Mittelpunkt: Tasten klicken zufriedenstellend, Knöpfe lassen sich sanft drehen und Lüftungsschlitze öffnen sich präzise.

Die Zukunft von Ferrari

Der Luce stellt für Ferrari einen mutigen Schritt nach vorne dar. Das Unternehmen baut nicht nur ein Elektroauto; Es definiert das luxuriöse Automobilerlebnis durch sorgfältiges Design und hochwertige Materialien neu. Die Enthüllung des Äußeren im Mai wird die Enthüllung abschließen, doch das Innere signalisiert bereits eine neue Ära für die ikonische italienische Marke.