Das MovinkPad 11 von Wacom ist ein fokussiertes digitales Zeichentool, das für ernsthafte Künstler mit dem iPad konkurrieren soll. Es bietet ein spezielles, ablenkungsfreies Erlebnis, bei dem das Skizzieren Vorrang vor der allgemeinen Tablet-Funktionalität hat. Das Gerät ist nicht so leistungsstark wie High-End-Tablets oder Desktop-Setups, zeichnet sich jedoch durch seine Portabilität aus und vermittelt das Gefühl, das dem Zeichnen auf Papier am nächsten kommt, was derzeit in einem tragbaren Bildschirmformat verfügbar ist.
Der Fokus auf dem Zeichnen
Viele Digitalkünstler nutzen entweder leistungsstarke Desktop-Workstations mit Zeichentabletts oder iPads. Allerdings können iPads übermäßig vielseitig sein und zu Unterbrechungen durch Benachrichtigungen und andere Apps einladen. Das MovinkPad 11 minimiert diese Ablenkungen bewusst und bietet eine optimierte Umgebung, in der die Hauptfunktion das Zeichnen ist. Dieses Gerät ist nicht dazu gedacht, eine komplette Workstation zu ersetzen, sondern vielmehr ein fokussiertes Werkzeug zum Skizzieren unterwegs bereitzustellen.
Hardware und Leistung
Auf dem MovinkPad 11 läuft Android 14 mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher (keine microSD-Erweiterung). Sein 11-Zoll-LCD-Bildschirm mit 2.200 x 1.440 Pixeln verfügt über eine Antireflexionsbeschichtung und eine strukturierte Oberfläche, die die Haptik von Papier effektiv nachahmt. Der Bildschirm ist direkt verklebt, wodurch das bei anderen Tablets übliche „Zeichnen auf Glas“-Gefühl eliminiert wird. Die Zeichenfläche selbst misst 9,6 x 6,3 Zoll.
Die Leistung ist für den Preis angemessen. Es ist zwar nicht so schnell wie ein iPad Pro, erledigt aber die meisten Zeichenaufgaben ohne Verzögerung, allerdings können größere Pinsel und schnelle Striche gelegentlich zu Verlangsamungen führen. Für die meisten Künstler wird dies kein großes Problem darstellen.
Der Pro Pen 3: Eine herausragende Funktion
Das MovinkPad 11 enthält den Pro Pen 3 von Wacom, einen hochwertigen Stift aus der professionellen Cintiq-Reihe. Dieser Stift ist dem Apple Pencil in puncto Intuitivität überlegen und fühlt sich natürlicher in der Handhabung an. Sein Hauptvorteil besteht darin, dass kein Aufladen erforderlich ist. Die Druckempfindlichkeit ist ausgezeichnet; Der Stift reagiert genau auf unterschiedlichen Druck und ahmt sowohl Bleistifte als auch Pinsel präzise nach. Die Möglichkeit, den Stift zu neigen, um Schattierungen mit einem Bleistift zu simulieren, verbessert das natürliche Zeichenerlebnis zusätzlich.
Der im MovinkPad enthaltene Pro Pen 3 ist leichter als die Cintiq-Version und besteht aus Kunststoff statt aus Metall. Die meisten Benutzer werden ihn jedoch bequem und ausgewogen finden, da er vom Gewicht her einem echten Bleistift ähnelt.
Software und Anpassung
Als Android-Gerät bietet das MovinkPad 11 Zugriff auf den Google Play Store. Dies ermöglicht zwar die allgemeine Tablet-Funktionalität, die Anpassungsmöglichkeiten für den Stift sind jedoch im Vergleich zur Desktop-Software von Wacom begrenzt. Stifttasten können weiterhin innerhalb einzelner Apps angepasst werden.
Ein herausragendes Feature ist die Double-Tap-to-Wake-Funktion, die sofort eine neue Leinwand in der Wacom Canvas-App öffnet. Dadurch entfällt die Reibung beim Skizzieren, sodass das Skizzieren fast so schnell abläuft, als würde man zu Stift und Papier greifen. Allerdings ist die Wacom Canvas-App weniger funktionsreich als professionelle Software wie ClipStudio Paint oder Krita.
Fazit
Das Wacom MovinkPad 11 ist eine überzeugende Wahl für Künstler, die ein spezielles digitales Skizzenbuch suchen. Sein fokussiertes Design, das hervorragende Stifterlebnis und die Tragbarkeit machen ihn ideal zum Skizzieren unterwegs. Es ist eine gute Option für Einsteiger oder für Künstler, die ein zweites Gerät getrennt von ihrer primären Workstation wünschen. Das Gerät stellt das Zeichenerlebnis in den Vordergrund und ersetzt zwar keine High-End-Tablets oder Desktops, bietet aber einen einzigartig zufriedenstellenden und effizienten Arbeitsablauf.























