In den Amazon-Suchergebnissen nach dem „besten Laptop“ werden regelmäßig leistungsschwache, veraltete oder völlig irreführende Produkte beworben, obwohl bessere Alternativen leicht verfügbar sind. Diese Praxis wird durch unbekannte Faktoren innerhalb des Ranking-Systems des Einzelhändlers vorangetrieben. Das Ergebnis ist jedoch, dass viele Käufer am Ende mit Geräten ausgestattet sind, die ihre Arbeit, Ausbildung oder Freizeitaktivitäten erheblich behindern.
Das Problem mit günstigen Windows-Laptops
Ein erheblicher Teil der am besten bewerteten Laptops von Amazon fällt in die Kategorie der ultragünstigen Windows-Geräte, deren Preise oft unter 300 US-Dollar liegen. Während einige mit Spezifikationen wie „Quad-Core“-Prozessoren und 256 GB Speicher verlockend erscheinen mögen, täuschen sie häufig. Ein Beispiel ist ein veralteter HP-Laptop, der als „Amazon’s Choice“ gelistet ist und einen Tippfehler im Titel („Ultral“ Light) aufweist. Dieses Gerät läuft auf einem langsamen Intel Celeron-Prozessor und verfügt nur über 64 GB tatsächlichen Speicher, ergänzt durch eine mitgelieferte 128-GB-SD-Karte. Es wird außerdem mit Windows 11 im S-Modus ausgeliefert, was App-Downloads einschränkt, und verfügt über einen Bildschirm mit niedriger Auflösung von 1366 x 768 – für den modernen Gebrauch inakzeptabel. Ähnliche HP-Modelle wie das Stream 14 und eine 15,6-Zoll-Variante leiden unter der gleichen schlechten Anzeigequalität.
Es gibt bessere Alternativen: Ein Asus Chromebook CX15 bietet einen 1080p-Bildschirm und ordentlichen SSD-Speicher zu einem vergleichbaren Preis. Für Windows-Benutzer bietet das Acer Aspire Go 15 ein 1080p-Display, 256 GB SSD und eine Vollversion von Windows 11.
Irreführende Angebote und veraltete Hardware
Selbst Laptops mit scheinbar anständigen Spezifikationen können irreführend sein. Ein Acer Nitro V-Gaming-Laptop mit einem 165-Hz-Display, 16 GB RAM und einem Terabyte Speicher ist mit 950 US-Dollar überteuert. Neuere Modelle mit schnelleren RTX 5050-Grafikkarten sind für 750 US-Dollar erhältlich. Das Lenovo LOQ 15 mit einer RTX 5060 bietet mit 970 US-Dollar ein noch besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das Samsung Galaxy Book4 ist zwar nicht schlecht, wird aber vom Asus Vivobook 14 (oder 16) übertroffen, das dank seines Qualcomm Snapdragon X-Prozessors eine überlegene Akkulaufzeit bietet. Das Lenovo IdeaPad Slim 3X bietet eine ähnliche Leistung zu einem noch günstigeren Preis.
Unbekannte Marken und räuberisches Marketing
Amazon bewirbt häufig Laptops unbekannter Marken wie Jumper und Nimo, oft ohne klare Produktinformationen. Diese Geräte, die normalerweise weniger als 300 US-Dollar kosten, leiden unter den gleichen Problemen wie billige Windows-Laptops – langsame Prozessoren, begrenzter Speicher und fragwürdige Qualitätskontrolle. Besonders irreführend sind die von Nimo vermarkteten Gaming-Laptops, da sie keine separaten Grafikkarten haben, obwohl sie als Gaming-Geräte beworben werden.
Begrenzte Ausnahmen
Trotz der Verbreitung minderwertiger Optionen empfiehlt Amazon gelegentlich brauchbare Produkte. Das 13-Zoll-M4-MacBook Air von Apple gehört zu den besten Laptops, und das Dell 15-Laptop scheint eine preisgünstige Option mit vielversprechenden technischen Daten zu sein. Diese werden jedoch häufig zwischen gesponserten und minderwertigen Angeboten vergraben.
Walmarts Laptop-Auswahl ist sogar noch schlechter: 24 der 40 vorgestellten Produkte stammen von unbekannten Marken oder veralteten HP-Modellen. Sowohl Amazon als auch Walmart bieten lohnende Angebote, aber Verbraucher müssen aktiv suchen oder filtern, um sie zu finden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Amazon und andere große Einzelhändler weiterhin Laptops von geringer Qualität auftauchen, die die Verbraucher irreführen. Durch die Bevorzugung des Preises vor der Leistung beeinträchtigen diese Plattformen das Einkaufserlebnis und lassen Käufer mit Geräten zurück, die nicht den modernen Standards entsprechen.























