Die Société Générale ist eine der größten Geschäftsbanken Frankreichs und betreibt weltweit allgemeine Bankgeschäfte und Devisengeschäfte. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Paris, seine Präsenz erstreckt sich jedoch noch viel weiter.

Die Geschichte beginnt im 1864. Die Bank wurde gegründet, um allgemeine Bank- und Investmentdienstleistungen anzubieten. Dann kam eine gewaltige Veränderung. Im 1946 verstaatlichte der französische Staat den Sektor. Gesetze aus dem Vorjahr gaben der Regierung die Befugnis, wichtige Finanzakteure zu übernehmen. Der Staat übernahm die Zentralbank, die Banque de France, sowie die vier führenden Geschäftsbanken. Zusammen hielten diese Unternehmen damals die Hälfte aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten französischer Banken.

Der Privatbesitz kehrte erst 1987 zurück.

Die Bank verbrachte die vergangenen Jahrzehnte damit, ihre globale Präsenz wieder aufzubauen. Ein großer Vorstoß erfolgte im 1998. Société Générale kaufte die japanische Bank Yamaichi Capital Management. Außerdem wurden zwei US-Investmentfirmen übernommen: Barr Devlin und Cowen & Company. Cowen wurde später im 2006 ausgegliedert.

Die Expansion setzte sich bis ins frühe 21. Jahrhundert fort. Die Bank zog nach Osteuropa. Es kaufte unter anderem die tschechische Bank Komerční Banka.

Dann kam der Absturz. Anfang 2008 meldete die Société Générale einen erschütternden Verlust. Ungefähr 7,2 Milliarden Dollar verschwanden. Die Bank gab einem betrügerischen Händler die Schuld.