Die juristische Saga um Harvey Weinstein endete nicht mit der Aufhebung seiner Verurteilung wegen Vergewaltigung in New York im Jahr 2020. Stattdessen schlug im Jahr 2025 ein neues Kapitel auf. Ihm drohte ein Wiederaufnahmeverfahren wegen Sexualverbrechen, an denen drei Frauen beteiligt waren. Das Ergebnis war chaotisch.

Im Juni kam die Jury zu einem geteilten Urteil. Sie verurteilten ihn wegen eines Sexualverbrechens. Sie befanden ihn auch in einem anderen Anklagepunkt für nicht schuldig. Beim dritten Punkt konnten sie sich jedoch nicht einigen. Es wurde ein Fehlprozess erklärt.

Das war nicht das Ende. Es war nur eine Pause.

Der Stillstand des Wiederaufnahmeverfahrens 2026

Im Jahr 2026 wurde Weinstein wegen genau der Anklage, in der es zu dem Fehlverfahren kam, erneut vor Gericht gestellt. Die Jury beriet zwei Tage lang. Dann gerieten sie in eine Sackgasse. Es gelang ihnen nicht, eine einstimmige Entscheidung zu treffen. Ein weiteres Fehlverfahren wurde erklärt.

Das bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft eine Entscheidung treffen muss. Versuchen sie es noch einmal mit ihm? Oder lassen sie die Anklage fallen? Die Unsicherheit hält an.

Warum das wichtig ist

Für Opfer und Öffentlichkeit verdeutlichen die wiederholten Prozesse die Komplexität dieser Fälle. Die erste Verurteilung wurde aufgehoben, da ein Richter einen Fehler bei der Zulassung bestimmter Zeugenaussagen begangen hatte. Das Wiederaufnahmeverfahren sollte ein Neuanfang sein. Die Ergebnisse zeigen jedoch, wie schwierig es ist, in aufsehenerregenden Fällen sexueller Übergriffe eine Verurteilung zu erreichen.

Die geteilten Urteile deuten darauf hin, dass die Jury bei einigen Anklagepunkten ernsthafte Zweifel an den Beweisen hatte, bei anderen jedoch nicht. Oder vielleicht waren sie hinsichtlich der Glaubwürdigkeit gespalten. Wir wissen es nicht genau. Geschworene erläutern ihre Argumentation nicht.

Was kommt als nächstes?

Die Staatsanwaltschaft muss entscheiden, ob die festgefahrene Anklage erneut erhoben wird. Dies könnte Monate dauern. Weinstein bleibt in Haft oder unter Aufsicht, je nachdem, welche Entscheidungen während des Prozesses über seine Freilassung gegen Kaution getroffen wurden. Der Rechtsweg ist langsam. Der emotionale Tribut ist hoch.

Hier gibt es keine schnelle Lösung. Das Gesetz bewegt sich in seinem eigenen Tempo. Und in der Zwischenzeit bleibt die Geschichte ungelöst.