Silicon Graphics, Inc. (SGI) war einst der unangefochtene König des Hochleistungsrechnens. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien, stellte leistungsstarke Workstations, Supercomputer und fortschrittliche Grafiksoftware her. Es begann nicht als bekannter Name, aber es baute ein Vermächtnis auf, das still und leise die digitale Revolution in Unterhaltung und Wissenschaft voranbrachte.
Gründung und die Vision für Desktop 3D
James Clark, Professor für Elektrotechnik an der Stanford University, gründete 1982 Silicon Graphics. Sein Ziel war einfach, aber ehrgeizig. Er wollte, dass Desktop-Computer grafische Bilder schnell anzeigen können. Insbesondere wollte er dreidimensionale Details.
Zu dieser Zeit war diese Fähigkeit Multimillionen-Dollar-Supercomputern vorbehalten. Clark sah eine Lücke. Er glaubte, dass Wissenschaftler und Ingenieure zugängliche Werkzeuge brauchten, um ausgefeilte 3D-Software für die Forschung und Entwicklung von Unternehmen und Militär zu entwickeln.
Dieser Markt hat die Produkte von SGI angenommen. Aber die größte Chance kam aus einer unerwarteten Quelle.
Hollywoods Geheimwaffe
1984 schenkte SGI George Lucas seinen ersten Prototyp einer Computer-Workstation. Es war kostenlos. Lucas schuf die Star Wars -Serie. Durch dieses Geschenk wurde SGI Hollywoods bevorzugter Computerlieferant.
Traditionelle Animationen waren ein Albtraum der Arbeit. Künstler mussten Zeichnungen oder Modelle für jedes Filmbild mühsam ändern. Es war langsam. Es war teuer. Es war manuell.
Die Computer von SGI haben dies geändert. Sie haben dazu beigetragen, die Branche in „virtuelle Welten“ zu verwandeln. Computer begannen, einen Großteil der schweren Arbeit zu automatisieren. SGI-Maschinen produzierten Spezialeffekte für große Blockbuster, Musikvideos und Fernsehwerbung.
Der Beweis lag im Pudding. 1995 veröffentlichte Disney Toy Story. Es war der erste vollständig computergenerierte Spielfilm. Die Computer von SGI machten es möglich.
Konsolidierung und die Cray-Übernahme
SGI ging 1986 an die Börse. Bereits im nächsten Jahr stellte das Unternehmen seine erste UNIX-Workstation vor. Es wurden RISC-Mikroprozessoren (Reduced Instruction Set Computing) verwendet. Dies waren die fortschrittlichsten Computerchips, die es damals gab.
Die 1990er Jahre brachten eine Reihe von Akquisitionen. SGI wollte seine Position als führender Anbieter von Hochleistungs-Computergrafiksystemen stärken. Die Strategie war aggressiv.
1992 kaufte SGI MIPS Computer Systems. MIPS hat die RISC-Mikroprozessoren von SGI entwickelt. Vertikale Integration war die Devise.
1995 fusionierte SGI mit zwei Softwaregiganten: Alias Research und Wavefront Technologies. Sie waren die führenden Softwareunternehmen auf dem SGI-Markt.
Dann kam die große Wette. 1996 zahlte SGI 767 Millionen US-Dollar für die Übernahme von Cray Research, Inc. Cray war ein Supercomputerhersteller mit Sitz in Minneapolis.
Diese Übernahme ging nach hinten los. Der Supercomputermarkt war rapide rückläufig. Rüstungsunternehmen und petrochemische Unternehmen kürzten ihre Forschungs- und Entwicklungsbudgets. Dies waren Crays Hauptkunden. Unterdessen zeigte die Medien- und Unterhaltungsindustrie, die etwa die Hälfte des SGI-Geschäfts ausmachte, wenig Interesse an teuren Supercomputern. SGI saß nun mit Hardware fest, die zu diesem Preis niemand kaufen wollte.
The Internet Miss und Executive Exodus
Auch SGI hatte Mühe, seine Top-Talente zu halten. Im Jahr 1994 verließ Gründer James Clark das Unternehmen, um Mosaic Communications Corp. (später bekannt als Netscape) zu gründen. America Online kaufte Netscape im Jahr 1999. SGI-Präsident Thomas Jermoluk trat zurück, um bei der Gründung von Home Network zu helfen, einem weiteren Internet-Startup.
Abgelenkt durch die Personalfluktuation verpasste SGI den anfänglichen Geschäftsboom mit dem Verkauf von Servern für den schnell wachsenden Internetmarkt. Es konnte keine Server verkaufen, auf denen das proprietäre IRIX-Betriebssystem lief. Es konnte nicht mit Universal-UNIX-Unternehmen wie Digital Equipment Corp., Hewlett-Packard oder Sun Microsystems konkurrieren.
SGI begann 1997 Geld zu verlieren.
Verzweifelte Maßnahmen und Insolvenz
Das Management änderte die Strategie radikal. Sie wollten große Unternehmen ansprechen, die traditionelle Software einsetzen. Denken Sie an große Datenbanken und Internetanwendungen. Sie unterzeichneten Verträge mit Microsoft und Intel. SGI vermarktete Workstations mit Windows NT und Intel-Mikroprozessoren. Dies war ein direkter Konkurrent zu ihrem eigenen UNIX-Ökosystem.
Im Jahr 1998 organisierte SGI seine Chipabteilung, MIPS Technologies, Inc., neu. MIPS war vor allem für die Herstellung des N64-Prozessors der Nintendo Co. bekannt. Sie haben es als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert.
Diese Schritte reichten nicht aus. SGI meldete 2009 Insolvenz an.
Das Unternehmen wurde vom Computerhardwarehersteller Rackable Systems übernommen. Rackable änderte seinen Namen in Silicon Graphics International. Hewlett Packard Enterprise hat Silicon Graphics International im Jahr 2016 übernommen.
Das ursprüngliche SGI ist verschwunden. Aber die Architektur, die es in der Grafikverarbeitung entwickelt hat, lebt in jedem 3D-Modell, Videospiel und visuellen Effekt, den wir heute konsumieren, weiter. Die Hardware hat sich weiterentwickelt. Die Software wechselte den Besitzer. Mit dem Traum, die Leistung eines Supercomputers auf einen Schreibtisch zu bringen, begann alles.



















