Die Ford Motor Company stellte nicht nur Autos her. Es baute die amerikanische Industrielandschaft auf. Das 1903 von Henry Ford und einer Gruppe von Investoren in Detroit gegründete Unternehmen veränderte alles, als es 1908 das Modell T auf den Markt brachte. Dieses Auto war nicht nur beliebt. Es war dominant. Bis 1923 produzierte Ford mehr als die Hälfte aller in den Vereinigten Staaten hergestellten Fahrzeuge.

Die Ära des Modells T dauerte jedoch nicht ewig. Die Verkäufe gingen zurück und Konkurrenten wie General Motors sahen die Öffnung. Sie drängten hart hinein. Ford reagierte, indem es 1927 das Modell T durch das Modell A ersetzte. Dieser Schritt stabilisierte die Marke, aber der Markt hatte sich bereits verändert.

Wie Ford von der Familienherrschaft zur Aktiengesellschaft überging

Die Struktur änderte sich 1919. Das Unternehmen wurde neu gegründet und die Ford-Familie übernahm das alleinige Eigentum. Henry Fords Sohn Edsel leitete das Schiff von 1919 bis 1943. Danach ging der Staffelstab an Henry Ford II. über. Er übernahm 1945 das Amt und bekleidete das Amt bis 1979. Seine Amtszeit zählt. Er belebte die Geschicke des Unternehmens nach einer Phase des Niedergangs deutlich.

Im Jahr 1956 erhielten öffentliche Investoren schließlich eine Beteiligung. Das war das erste Mal, dass Ford-Aktien auf dem freien Markt gehandelt wurden. Bis dahin war es eine geschlossene, familiengeführte Einheit.

Welche Marken hat Ford gekauft und warum sind sie weggegangen?

Ford hat viel Geld ausgegeben, um ein globales Portfolio aufzubauen. Sie erwarben 1922 die Lincoln Motor Co. und erhielten so Zugang zu Luxusfahrzeugen wie den Lincolns und Continentals. Diese Partnerschaft dauerte Jahrzehnte.

Dann kam die internationale Expansionsphase.
1989-1990: Übernahme des britischen Automobilherstellers Jaguar.
1994: Kaufte die Autovermietung Hertz Corp.
1999: Kauf der Automobilsparte von Volvo.
Spätere Jahre: Aston Martin und die Marke Land Rover hinzugefügt.
1990er-2015: Hält einen bedeutenden Anteil an der Mazda Motor Corp.

Auf dem Papier sah es beeindruckend aus. Ein Luxusportfolio, eine Mietflotte, eine schwedische Premiummarke und ein britischer Sportwagenhersteller. Doch die finanzielle Belastung Anfang der 2000er Jahre zwang zu einem harten Neustart.

Ford geriet nicht in Panik, aber sie schnitten tief ein.
2005: Verkauft an Hertz.
2007: Aston Martin verkauft.
2008: Sowohl Jaguar als auch Land Rover verkauft.
2010: Volvo verkauft.
2015: Die Beteiligung an Mazda wurde aufgegeben.

Warum so viel verkaufen? Cashflow. Die Große Rezession (2007-2009) drückte den Autoabsatz. Ford brauchte Liquidität, um das Kerngeschäft am Leben zu erhalten. Sie entfernten die unwesentlichen Vermögenswerte, um sich auf das zu konzentrieren, was sie am besten konnten: den Bau von Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Traktoren, Teilen und Zubehör.

Warum Ford während der Großen Rezession den Bankrott vermied

Dies ist die entscheidende Frage für jeden Unternehmer. General Motors meldete 2009 Insolvenz an. Chrysler folgte. Ford nicht